Der Mensch muss gewissermaßen sich sagen können: Du bist ein Wesen, das mit seiner gewöhnlichen Weltenauffassung eigentlich nur seine eine Hälfte wahrnimmt; du bist eingebettet mit der anderen Hälfte dieses Wesens fortdauernd in übersinnliche Erlebnisse, die du nur mit deinem gewöhnlichen Bewusstsein nicht wahrnehmen kannst.

Eine gewisse Ehrfurcht vor den Prinzipien, die schöpferisch hinter dem Menschen stehen, wird der Mensch nur dann bekommen können, wenn er sich in dieser Weise an das Übersinnliche anknüpfen kann.“

GA 191/183
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Soziale Beziehungen zwischen Menschen werden in gewisser Weise etwas aufnehmen müssen von einem religiösen Impuls, der unser ganzes soziales Leben, auch im Verkehr von Mensch zu Mensch, durchzieht.

 

Aber das Wichtigste, das Wesentliche wird sein, dass wir in die Lage kommen, dieses physische Leben als Fortsetzung eines geistigen, vorgeburtlichen Lebens fühlend anzuschauen, dass wir nicht in jedem Augenblick vergessen, wie der Mensch in diesem physischen Leben eine Fortsetzung hat seines vorgeburtlichen geistig-seelischen Lebens.“

GA 193/123-125
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"Vergessen wir alldem gegenüber nicht, dass wir in dem Zeitalter leben, in dem die innere Freiheit des Menschen zur Offenbarung kommen soll, in dem die Götter sich nicht anders offenbaren dürfen nach ihren ureigensten Weltintentionen, als wenn der Mensch ihnen gegenübertritt, in freiem Entschlusse, sie in sein innerstes Seelenwesen aufzunehmen.“

GA 193/15
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Wirtschaftsleben wird brüderlich.jpg